Gründerstory Brixxbox GmbH

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Wie wird man vom Angestellten eines Standard-Software-Unternehmens zu einem Vorreiter für Low Code Business Applikationen? Wieso waren eine große Portion Mut und viel Kreativität entscheidend für den beruflichen Erfolg? Und was hat US-Airbase in Ramstein damit zu tun? Auf dem Weg von der Idee zur professionellen Low Code Business Application Plattform gab es viele kuriose Geschichten. Erfahren Sie mehr in der Gründerstory.

Der Beginn: Einmal wie immer, bitte! 

Die Geschichte von Brixxbox beginnt im Jahre 2014 bei zwei Software-Herstellern von ERP-Systemen in Deutschland. Stephan Krage im einen Unternehmen – angestellt als ERP Projekt Manager. Sven Lüttgens und Udo Hensen in einem anderen ERP-Software-Unternehmen – der eine Chief Operating Officer, der andere für den Vertrieb zuständig. Dass der eine später Geschäftsführer von Brixxbox, die anderen beiden Geschäftsführer eines gemeinsamen Unternehmens und Mitgesellschafter von Brixxbox sein werden, davon wagt in dem Moment sicher keiner der drei zu träumen. 

Die Projektmethodik in beiden Standard-ERP-Softwarehäusern ähneln sich sehr:  

Der Berater ist für die Realisierung der ERP-Projekts beim Kunden verantwortlich. Wird festgestellt, dass Funktionalitäten in der Standard-Software fehlen, beginnt ein nervenaufreibender Feature-Request-Zirkel, der sowohl beim Kunden als auch bei Vertrieb, Beratung und Programmierung auf Seite des Software-Anbieters für Frustration sorgt. Denn das kostet Zeit und Ressourcen. Jahrelang hatten alle drei die Projektmethodik und das Grundprinzip von Standard-Software als gegeben angesehen. Irgendwann keimte aber bei allen dreien fast parallel die Erkenntnis auf: Das muss einfacher gehen!

Die Entscheidung: Warum kompliziert, wenn es einfach sein kann? 

Die selbe Erkenntnis führt, wie das Schicksal es so will, zu zwei richtungsweisenden Entscheidungen: Während Sven Lüttgens und Udo Hensen sich dazu entschieden, sich selbstständig zu machen und sich erstmal nur auf die Beratung konzentrieren, entscheidet sich Stephan Krage für einen anderen Weg. Getrieben von der Vision, dass es einen einfacheren Weg geben muss, auch komplexe IT-Projekte flexibler und einfacher umzusetzen, entwickelt er – nach vielen schlaflosen Nächten mithilfe etlicher Liter Kaffee – schließlich den ersten Prototypen der brixxbbox als Windows-Anwendung und gründet Brixxbox GmbH. 

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Der Prototyp der brixxbox als Windows-Anwendung

Während Stephan Krage noch im Keller an der brixxbox-Lösung werkelt, testet und optimiert, treffen Sven Lüttgens und Udo Hensen mit Ihrem Unternehmen GEBRA-IT die Entscheidung, ihr Geschäftsmodell um das Thema Software-Implementierung auszuweiten. Etwas modernes, flexibles muss her – darin sind sich beide einig. Die starren Lösungen von Standard-ERP-Anbietern wollten sie ihren Kunden nicht empfehlen. Nach monatelanger Suche dann die Ernüchterung: Alle Lösungen, die sie sich angesehen hatten, funktionieren immer nach demselben Prinzip. Innovativ ist anders. 

Zwei Unternehmen – eine Vision: IT-Projekte einfacher machen 

Dann eines Morgens der Anruf von Stephan Krage bei Udo Hensen: Er habe eine Software entwickelt. Flexibel soll sie sein, super einfach zu bedienen. Auch hoch komplexe IT-Projekte wie ERP-Systeme lassen sich damit nach einer Art Bausteinprinzip flexibel und skalierbar umsetzen. Die erste Reaktion: Lachen. Wie soll das gehen? Wie soll diese Software etwas können, was andere Big Player auf dem Markt nicht hin bekommen haben? Aber die drei kannten sich von früher und geben ihm eine Chance. 

Sven entscheidet sich dazu, ein Test-Projekt mit brixxbox umzusetzen: Sein Rennstall – er war bereits seit Jahren begeisterter Rennfahrer – soll digitalisiert werden. Nach wenigen Tagen ein begeisterter Anruf bei Udo Hensen: „Udo – das funktioniert wirklich!“ Sven hatte innerhalb weniger Wochen die doch sehr individuellen Prozesse des Rennstalls eigenständig konfiguriert. Endlich haben sie die Software gefunden, die sie ihren Kunden guten Gewissens empfehlen können. 

Die nächsten Monate sollen sich später als die Eckpfeiler einer erfolgreichen Zusammenarbeit herausstellen: Während Udo Hensen in die Beratung einsteigt, den Softwareauswahlprozess der Evangelischen Kirche betreut und an diversen Ausschreibungen teilnimmt, um Sven den Rücken frei zu halten, schließen sich Stephan und Sven ein, um den Prototyp der brixxbox weiter zu optimieren und auszubauen. 

Freitag nachts eine E-Mail öffnet Udo Hensen schlaftrunken: „Dear Mr. Hensen, we are pleased to inform you that we have decided to cooperate with you.” Udo kann seinen Augen nicht glauben: Die US Army hatte die GEBRA-IT über eine Ausschreibung damit beauftragt, das Fleischwerk Central Meat Processing Plant der Defense Commissary Agency auf der US-Airbase in Ramstein mit einem ERP-System auf Basis der brixxbox auszustatten. Ein Millionenprojekt! Riesen Freude bei allen dreien, dann die große Ernüchterung: Wie soll das kleine Team diese Mammut-Aufgabe nur stemmen?

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Stolz wie Oskar: Sven Lüttgens bei der Vertragsunterzeichnung für das CMPP-Projekt

Kleines Team, großer Deal: Proof-Of-Concept 

Die kommenden Wochen und Monate Ende 2017 sind geprägt von einem Wechselbad der Gefühle – immer irgendwo zwischen Selbstsicherheit und der nagenden Frage: Wie wollen wir das eigentlich schaffen? Der Anforderungskatalog ist mehrere Hundert Seiten dick, nicht nur die Software soll implementiert werden, auch Server und die komplette Hardware muss organisiert werden. 

Schritt für Schritt machen die drei vorwärts, schaffen Meilensteine, räumen etliche Brocken aus dem Weg. Anfang 2018 werden Stephan, Sven und Udo von den Projektverantwortlichen zu einem einwöchigen Workshop in die Hauptzentrale der US Army in Fort Lee, Virginia, USA, eingeladen. Eine Woche lang lauschen sie den Ausführungen der Ansprechpartner, die ihnen erklären, wie sie in der Army IT-Projekte umsetzen. Im Stillen denken sie sich allerdings nur: „Alles schön und gut, aber schaffen wir das überhaupt?“ 

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BIZERBA lieferte die komplette Hardware für das Projekt
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Einmal lächeln bitte: Stephan Krage und Sven Lüttgens im Fleischwerk

Zuhause angekommen, lässt die nächste schwierige Entscheidung nicht auf sich warten: Da der Auftraggeber die Hardware erst nach Projektabschluss bezahlen möchte, steht eine Vorfinanzierung der Hardware im Wert von mehreren Millionen Euro im Raum. Wo viele andere verzweifelt den Kopf in den Sand stecken, suchen die drei nach einer Lösung. Gespräche mit Banken werden geführt („Was? Mehrere Millionen Euro? Warum?“), Verhandlungen mit Hardware-Lieferanten folgen. Die Rettung: BIZERBA, führender Anbieter von Lösungen im Bereich der Wäge-, Schneide- und Auszeichnungstechnologie, erklärt sich dazu bereit, die Bedingungen des Auftraggebers mitzugehen und geht komplett in Vorleistung. Stephan Krage ist sich sicher: „Wenn BIZERBA nicht so vertrauensvoll und entgegenkommend gehandelt hätte, hätten wir es nicht geschafft.“ 

Anfang 2019 endlich ist es soweit: Nach etlichen Monaten voller Ups und Downs und einer Einstellung irgendwo zwischen Hoffnung und Verzweiflung wird die brixxbox erfolgreich im Fleischwerk auf der US-Airbase in Ramstein in Betrieb genommen. Und wir sind stolz darauf, dass „die Amis“, wie wir sie liebevoll bezeichnen, bis heute mehr als zufrieden sind. 

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Geschafft! Die brixxbox wird beim Fleischwerk erfolgreich in Betrieb genommen.

2019 bis heute: Expansion und große Pläne 

Das Budget aus dem erfolgreich umgesetzten Projekt geben sowohl Brixxbox als auch GEBRA-IT die Chance, die Teams um viele kluge und innovativ denkende Köpfe zu erweitern. Das Besondere: Fast alle haben einen ERP-Background und teilten dieselben Schmerzen, die auch Stephan Krage, Sven Lüttgens und Udo Hensen verspürt hatten. 

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Volker Thebrath: Als Head of Development kreativer Kopf und verantwortlich für die Weiterentwicklung der brixxbox

So ist seit 2018 zum Beispiel Volker Thebrath Teil des Teams. Vorher fast 20 Jahre lang bei einem Standard-Software-Anbieter als Softwareentwickler angestellt, ist er nun als Development Lead bei Brixxbox leidenschaftlich bei der Sache, wenn es um die Weiterentwicklung und Optimierung der brixxbox geht. Er war es beispielsweise auch, der die brixxbox mithilfe seines Teams zur webbasierten Cloud-Lösung weiterentwickelt hat. 

Oder Patrique Lafos: Über 16 Jahre lang hat er für einen Standard-Anbieter Kunden beraten und ERP-Projekte nach dem altbekannten Prinzip umgesetzt, bevor er 2019 zu GEBRA-IT wechselte und als Head of Consulting mittlerweile IT-Projekte umsetzt, die ihn glücklich machen: „Endlich gehe ich in das Gespräch mit meinem Kunden und weiß genau: Es gibt keine Anforderung, die wir nicht passgenau realisiert bekommen.“ 

 

 

 

 

Um die brixxbox als Low-Code-Tool auch für andere IT-Consultants und IT-Entscheider zugänglich zu machen, ist die brixxbox vom ambitionierten Team zur Enterprise Low Code Application Platform weiterentwickelt worden. Dabei geht Brixxbox mit dem Trend: Statistiken von Gartner zeigen, dass der Trend weltweit hin geht zur Low Code basierten Applikationsentwicklung und weg von starren, unflexiblen Standard-System. Gartner prognostiziert, dass über 50% der großen Unternehmen weltweit bis 2023 eine Low Code basierte Applikationsplattform verwenden werden. 

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