Low Code – Das Ende für den Beruf des Programmierers?

low code programmierer beitragsbild

In Unternehmen wird Low-Code verwendet, um die digitale Transformation voranzutreiben. Statt klassischer Programmiertechniken werden visuelle Applikationsdesigner und andere grafische Modellierungsmethoden eingesetzt. Business Applikationen werden von sogenannten Citizen Developern entwickelt. Aber bedeutet dieser Trend zwangsläufig auch das Aus für den so wichtigen Beruf des Programmierers? Wir wollten von Andreas Forger – Programmierer bei Brixxbox – wissen, wie sich seine Einstellung zu Low Code verändert hat.  

Brixxbox: Erzähl uns ein bisschen etwas zu deiner beruflichen Vergangenheit. Was waren deine beruflichen Stationen? 

Andreas Forger: Der Einstieg ins Berufsleben war wie bei vielen zu meiner Zeit eine Lehre (mit 16 Jahren im kaufmännischen Bereich). Das war zu einer Zeit, bei der eine elektrische Schreibmaschine mit abrufbaren Textbausteinen schon „nicht schlecht“ war – die 80er eben! Es kamen so die ersten Stand Alone-Computer heraus, die für kleinere und mittlere Unternehmen Sinn machten. Um das mal einzuordnen: Die 1. FIBU, mit der ich gearbeitet habe, lief auf einem Rechner mit einer 20MB Festplatte. Aber auch damals ging es schon darum Prozesse zu optimieren. Als kaufmännischer Angestellter hatte ich immer wiederholende Abläufe die manuell (per Schreibmaschine) fakturiert werden mussten. Bei dem Versuch das über ein Computerprogramm zu optimieren, blieb ich nur als gefrusteter Anwender zurück. Ich traf die Entscheidung, mir die Programme selber zu schreiben, die ich für meinen Alltag brauche. Das hat dann auch recht gut geklappt und mir war schnell klar: Prozesse in Software zu packen ist mein Ding. Es folgte der Wechsel vom Kaufmännischen zum Programmieren. Es folgten im Laufe der Jahre unterschiedliche Anstellungen und der mehr oder weniger obligatorische Versuch ein eigenes Softwareprodukt zu kreieren. 

Brixxbox: Welche Schwächen bietet das Feld der klassischen Programmierung deiner Meinung nach? Wie sind deine Erfahrungen?

Andreas Forger: Die Schwäche der klassischen Programmierung liegt meiner Meinung nach nicht so sehr in der Programmierung selbst. Das Problem ist vielmehr der Gesamtkontext in dem die „klassische Programmierung“ im Alltag zum Einsatz kommt. Sie ist Teil eines Software-Lebenszyklus, der so heute für viele Anwendungsfälle nicht mehr zeitgemäß ist. Der „klassische“ Weg der Software-Implementierung von der Aufgabenaufnahme beim Kunden bis zur tatsächlichen Umsetzung der Anforderung per Programmierung ist mit zu vielen Reibungsverlusten verbunden. Allein der Effekt der „Stillen Post“ führt zu unnötigem Zeitverlust, Kosten und Frustration für alle Beteiligten. Der Idealzustand ist natürlich: Derjenige mit einem Problem/Anforderung kann das selbst lösen oder ist direkt bei der Umsetzung eingebunden. Dazu bedarf es entsprechender Werkzeuge, die die Beteiligten im Projekt hierzu in die Lage versetzen. Das Ganze sollte sich aber nicht so anhören, dass die „klassische“ Vorgehensweise per se schon immer falsch war. Die derzeitigen Möglichkeiten anders zu arbeiten waren vor Jahren ja kaum vorstellbar. Erst mit den heutigen leistungsfähigen Infrastrukturen, die fast an jeder beliebigen Stelle abrufbar sind, ist überhaupt die Basis für eine umfassende Projektarbeit „vor Ort“ entstanden. Man sollte nicht vergessen: Was heute jeder in seinem Mobiltelefon herumträgt, hätte man vor Jahren noch als „Rechenzentrum“ bezeichnet.

Brixxbox: War dir der Begriff „Low Code Programmierung“ vor deiner Tätigkeit bei Brixxbox bekannt? Wenn ja, was war deine Vorstellung davon?

Andreas Forger: Ein Aspekt in all den Jahren Softwareentwicklung: Die Anzahl der entstehenden Begriffe/Schlagwörter ist unerschöpflich. Von daher habe ich mich nie so sehr mit den „Modeerscheinungen“, die mit diesem Beruf einhergehen, beschäftigt. Die Grundforderung war ja schon immer: Mit möglichst wenig Aufwand möglichst praxisnahe Softwarelösungen realisieren. Meiner Meinung nach werden wir aber erst heute mit unseren technischen Rahmenbedingungen in die Lage versetzt, diesen Anforderungen zu genügen. Wenn wir aktuell die Zielsetzung mit dem Schlagwort „Low Code“ belegen, ist das prima.

Brixxbox: Wie hat sich deine Einstellung zum Thema „Low Code“ verändert?

Andreas Forger: Persönlich hat sich meine Einstellung eigentlich nicht wirklich verändert. Ich war immer offen für Neuerungen und unterstütze alles, was dazu beiträgt, mit möglichst wenig Aufwand möglichst ideale Softwarelösungen zu entwickeln. Deshalb bin ich dankbar dafür, bei Brixxbox mitzuwirken, da es eben genau meinen Vorstellungen von Software-Entwicklung entspricht. Ich weiß, dass viele meiner Kollegen da draußen Vorurteile besitzen. Diesen würde ich raten, sich einfach mal damit auseinanderzusetzen, um es beurteilen zu können. Das ist ja bei allen Dingen im Leben so.  In vielen Fällen wird sich dann wahrscheinlich auch die Erkenntnis einstellen: Software-Implementierung geht tatsächlich einfacher. 

Brixxbox: Danke für das Gespräch. 

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